Blog Mutterkuhhaltung
Mutterkühe und Kälber im Winterquartier
Sobald es im Herbst mehrere Tage richtig geregnet hat, sieht man kaum mehr Mutterkühe und Kälber auf der Weide. Das liegt nicht daran, dass die Tiere ungern nass werden oder es ihnen zu kalt wäre. Nein, gerade Kühe mögen die eher tieferen Temperaturen (Wohlfühltemperatur Kuh zwischen 5 und 15 Grad), aber dem nassen Boden bekommt es nicht, wenn Kühe und Kälber auf ihm herumtrampeln. Wurzeln, Gräser und Kräuter werden beschädigt und es bildet sich Morast.
Dann ist es also Zeit, dass Mutterkühe und Kälber ihr Winterquartier beziehen. Auch hier bleiben sie immer zusammen und können sich frei bewegen. Für jedes Tier gibt es einen trockenen Liegebereich und einen Platz zum Fressen. Leckeres Heu und Grassilage ersetzen das frische Weidegras.
Wie sieht Stallhaltung in einem typischen Mutterkuhhaltung-Betrieb aus?
Patrick Strassburger aus Steckborn TG erklärt in einem kurzen Video, wovon sich seine Tiere im Winter ernähren und wie ein Stall mit offener Bauweise aussieht.
Zudem können Mutterkühe und Kälber täglich an die frische Luft. In vielen neu gebauten Ställen entscheiden die Tiere selbst, ob sie sich unter freiem Himmel oder im Stall aufhalten wollen. Gerade im Winter freuen sich die Kühe über jeden Sonnenstrahl und wärmen ihr Fell in der Wintersonne. Sie wissen instinktiv, was ihnen guttut. Wenn die kalte Bise bläst, sind sie jedoch froh, sich an einen gemütlichen, windgeschützten Platz im Stroh zurückziehen zu können.