Blog Mutterkuhhaltung
Fakten zum Fleischrinder-Stierenmarkt und zu Zuchtstieren
Warum braucht es einen Fleischrinderstierenmarkt?
In der Mutterkuhhaltung werden rund 80% der Kühe im Natursprung belegt. Die Stierenzucht und der Stierenaustausch sind unabdingbar. Der Stierenmarkt ist eine geeignete und beliebte Kauf- und Verkaufsmöglichkeit.
Seit wann gibt es den Fleischrinderstierenmarkt?
Die Stierenmärkte für Fleischrinder bestehen seit 1980. Mutterkuh Schweiz organisierte in einer ersten Phase einen Markt pro Jahr (im Oktober). Aufgrund der gewünschten jahreszeitlichen Verteilung der Abkalbungen wurde 1992 ein zweiter Markt eingeführt (im März) und seit dem Jahr 2002 werden drei Stierenmärkte durchgeführt (Januar, April und September).
Wieviele Stiere werden im Durchschnitt an den Stierenmärkten aufgeführt?
Zusammengefasst werden pro Jahr an den drei Anlässen 170 bis 200 Stiere aufgeführt.
Welches sind die häufigsten Rassen?
Rund die Hälfte der angebotenen Stiere sind Limousin. Insgesamt entfallen über 90% auf die drei Hauptrassen Limousin, Angus und Simmental. Vereinzelt werden Stiere der Rassen Charolais, Aubrac, Grauvieh und Braunvieh oder auch anderer Rassen angeboten.
Wie alt sind die Stiere normalerweise, wenn sie am Markt angeboten werden?
Das durchschnittliche Alter der Stiere beträgt rund 15 Monate, wobei die Spannweite von 12 bis 18 Monate reicht. Die Käufer bevorzugen Stiere, die nach dem Kauf rasch eingesetzt werden können.
Warum keine älteren Stiere? Wie werden diese gehandelt?
Auf vielen Betrieben wird der Herdenstier zwei bis drei Jahre eingesetzt. Nachher ist ein Wechsel angezeigt, um Inzucht zu vermeiden. Die älteren Stiere werden von Betrieb zu Betrieb gehandelt oder durch Viehhändler vermittelt.
Was ist ein durchschnittlicher Verkaufspreis am Stierenmarkt?
Der langjährige Mittelwert des Verkaufspreises liegt zwischen 5'000 und 6'000 Franken. Für den übrigen Stierenhandel sind die Auktionspreise am Stierenmarkt für Fleischrinderrassen direkt wegleitend.