Rinderrassen
Welsh Black
Das schwarze Gold aus den walisischen Hügeln
Wie der Name sagt, stammen die «Welsh Black» aus Wales im Südwesten von Grossbritannien und sind schwarz. Die Ursprünge sind etwas unklar. Es gibt Hinweise, dass die Rasse oder ihre Vorfahren bereits in der Römerzeit existierte. Sicher ist, dass in Wales seit mehr als 1000 Jahren schwarze Rinder gezüchtet wurden.
Wales ist berühmt für grüne Hügel. Die Welsh Black haben sich dort über Jahrhunderte an raues Klima, windige Küsten und magere Böden angepasst und setzen das Gras der grünen Hügel in wertvolle Milch und Fleisch um. Der Markt für die schwarzen und ganz selten auch roten Tiere war jedoch nicht in Wales, sondern in London. Viehtreiber, sogenannte «Drover», trieben die Herden wochenlang zu den Märkten, um die Tiere dort zu verkaufen. Anschliessend kehrten die Viehtreiber mit grossen Geldsummen nach Wales zurück. Kein Wunder also, dass die Welsh Black auch als «Schwarzes Gold aus den walisischen Hügeln» bezeichnet wurden. Verewigt wurden sie als solches auf der Banknote der lokalen «Bank of de Black Ox» (später übernommen von Lloyds Bank).
Dank ihrer Robustheit und der Fähigkeit, Gras optimal zu verwerten, sind Welsh Black mittlerweile weltweit verbreitet. In der Schweiz sind sie hingegen noch sehr selten anzutreffen.