Rinderrassen
Highland Cattle


Zotteliges, langes Fell und majestätische Hörner


Highland Cattle Herde auf der Wiese | Foto: Walter Schluep
Die Farbenvielfalt ist bei den Schottischen Hochlandrindern Programm: Neben den sehr verbreiteten Farben rot oder rotbraun und schwarz, gibt es gelb, weiss, dun(grau-braun bis grau-beige) und gestromt (getigert). | Foto: Walter Schluep

Wer kennt sie nicht, die Schottischen Hochlandrinder mit ihrem rotbraunen, langen zotteligen Fell und den majestätischen Hörnern? Kein Wunder, dass das «Highland Cattle» in der schottischen Heimat – eben im schottischen Hochland – auch «HairyCoos» (haarige Kühe) genannt wird.

Die Kälber der Hochlandrinder wirken wie kuschelige Teddybären und sind oftmals beliebte Publikumsmagnete. Aber knuddeln darf man sie nicht, denn die Mutterkuh passt auf! | Foto: Christina Müller

Ursprünglich wurde die Rasse in zwei Schläge unterteilt, die West Highlands oder Kyloes und die Highlander. Die Kyloes wurden auf den westlichen Inseln Schottlands, den Äusseren Hebriden, gezüchtet. Sie waren mehrheitlich schwarz und eher etwas kleiner als die roten Highlander vom Festland. Sie wurden Kyloes genannt nach dem schottischen Wort «Kyle» für Fjord oder schmalen Meeresarm. Die Rinder mussten diese «Kyles» nämlich durchqueren, um vom Festland auf die Inseln zu gelangen.

Gut angepasst an Regen und Kälte

Für beide Schläge wurde 1885 in Schottland ein gemeinsames Herdebuch gegründet. Die Zuchtziele sind seit jeher die Gleichen geblieben: robuste, genügsame und langlebige Tiere, die gut angepasst sind an Regen und Kälte und sogar in kargen Regionen Futter ausgezeichnet in Milch und Fleisch umsetzen. Die Hörner dienen ihnen unter anderem zur Futtersuche im Schnee. Ihr langes Fell schützt sie optimal vor Wasser und Kälte. Es besteht aus zwei Schichten: dem langen Deckhaar, das ölig und damit wasserabweisend ist, sowie einer flauschigen Unterwolle, die warm hält.

Auf dieser Backe ist die gestromerte (englisch: brindle) Fellfärbung gut sichtbar. | Foto: Paul Nicca

Vielseitig einsetzbar

Aus dem ausgekämmten, langen Deckhaar der Hochlandrinder entstanden früher Strickwaren, Polsterungen und Filze. Aus den Hörnern können auch heute nach dem Schlachten noch Kämme oder Besteck hergestellt werden.

So waren die zotteligen Hochlandrinder rundum nützlich für die schottischen Kleinbauern. Und sie haben mit ihren Eigenschaften und dem charakteristischen Aussehen überall auf dem Globus Anhänger gefunden, auch in der Schweiz.Hier zu Lande werden die Highland Cattle immer häufiger zur Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten und Waldweiden eingesetzt. Mit Ihrem Fressverhalten und den geringen Trittschäden tragen sie massgeblich zur Förderung der Biodiversität bei.

Highland Cattle pflegen das Naturschutzgebiet Freihof Biblis in Herzogenbuchsee. | Foto: Regula Maag

Fellfarbe

Verschiedene Farbschläge (red, yellow, black, dun, white und brindle)

Körperbau

400-550 kg
Widerristhöhe: Ø 116 cm

Herkunft

Das Highland Cattle stammt vom Norden Schottlands

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